Hintergrund

Material und Technik

Informationen

Als einheimische Alternative zur ursprünglich verwendeten weißen Zeder kommt für mich nur Fichte für die Beplankung in Betracht. Fichtenholz ist leicht, ausreichend biegsam, widerstandsfähig und immer gut verfügbar. Darum verwende ich es auch meistens als Material für den inneren Süllrand. Sorgfältige Grundierung mit Naturölen während des Bauprozesses und regelmäßige, kleinere Pflegearbeiten im Nachhinein gewährleisten eine lange Haltbarkeit.
Fichtenspanten halten beim Biegen gut die Form und machen den Rumpf fest und ausreichend elastisch. Eine weitere geeignete Holzart für die Spanten ist Esche. Dieses Holz ist zäh und stark. Es biegt sich durch die natürliche Elastizität etwas runder, was den Boden des jeweiligen Rumpfes minimal zur Grundform verändert. Der Rumpf wird hier etwas weicher, allerdings gleich belastbar.

Material-und-Technik

Alle Einbauten, also Sitzrahmen, Decks, Duchten („Thwarts“) und der äußere Süllrand, sind aus Hartholz. Empfehlenswert ist Esche, aber auch beispielsweise Kirschholz könnte hier benutzt werden.
Für die Bespannung kommt Leinwand aus reiner Baumwolle zum Einsatz, die etwa 350 g/m² schwer ist, ein guter Kompromiß zwischen Haltbarkeit und Gewicht. Die Leinwand wird nur aufgespannt, um die herausragende Eigenschaft dieser Bauweise zu erhalten – Holz und Leinwand können bei starken Stößen nachgeben und sich gegebenenfalls gegeneinander verschieben, ohne zu brechen oder zu reißen.
Für die Holzbearbehandlung im Innenraum bevorzuge ich ein Leinöl/Lacköl-Gemisch auf Naturölbasis. Hierbei wird das Holz bis in die Tiefe durch das Öl geschützt und die Oberfläche versiegelt. Das Holz behält damit sein natürliches Aussehen.
Für den äußeren Farbanstrich eignen sich gleichermaßen Naturölfarben oder hochwertige Bootslacke auf Kunstharzbasis. Ein Schellackboden im Unterwasserbereich ist bei diesen Booten recht verbreitet und zu empfehlen, da er abriebfester ist und sich ohne viel Aufwand leicht erneuern läßt.

 

Zum Anfang springen