Hintergrund

Wood and Canvas Canoes

Geschichte

geschichteDie Geschichte der Wood and Canvas Canoes reicht etwa 150 Jahre zurück. Weite Teile Nordamerikas und Kanadas waren unerschlossen und nur über die zahlreichen Flüsse und Seen erreichbar. Über mehrere Jahrhunderte wurden dafür die indianischen Birkenrindenkanus genutzt. Sie waren leicht, robust und durch die extrem hohe Elastizität der Rippen und Planken aus Zedernholz mechanische sehr belastbar. Allerdings war geeignete Birkenrinde immer weniger verfügbar, gleichzeitig stieg der Bedarf nach guten Kanadiern für die anspruchsvollen Bedingungen in der Wildnis. So veränderte sich allmählich die Bauweise. Nun wurden die Rippen über eine Bauform gebogen und Planken an diese mit kleinen Metallstiften aus Messing oder Kupfer („Tacks“) angenagelt. Unter jedem Spant („Rippe“) befand sich auf der Form ein Metallstreifen, auf dem sich der Nagel umbog, sodass sich beide Teile fest miteinander verbinden konnten. Kräftiges Baumwolltuch („Canvas“) ersetzte die Rinde und ein Füller auf Leinölbasis wurde in des Gewebe eingearbeitet, um es wasserdicht zu machen und die Oberfläche zu glätten. Der Pflegeaufwand war überschaubar und die Reparaturen relativ leicht zu machen. Obwohl die Holzteile nun gesägt und nicht mehr behutsam mit dem Faserverlauf gespalten wurden, gewährleistete die Art der Konstruktion dennoch eine hohe Belastbarkeit gegenüber mechanischen Einflüssen und machten die Boote alltagstauglich für die Entdecker, Händler oder Goldsucher. An den ursprünglichen Formen der Birchbark Canoes änderte man allerdings wenig, lediglich an Details, da grundlegende Formveränderungen keine Verbesserungen versprachen.

 

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